Ratgeber · Google

Google-Unternehmensprofil: was Sie regelmäßig pflegen sollten

Das Unternehmensprofil erscheint in der Google-Suche und bei Google Maps, oft bevor jemand Ihre Website sieht. Es braucht keine Stunden pro Woche, aber die Angaben müssen stimmen und ab und zu angefasst werden.

Eine Hand hält ein Smartphone

Was das Profil leistet und was nicht

Wer bei Google nach einem Betrieb in der Nähe sucht, sieht Karte, Öffnungszeiten, Telefonnummer, Fotos und Bewertungen. Das Profil ist kostenlos und wird von Ihnen verwaltet. Wie weit oben es erscheint, entscheidet Google. Als Faktoren nennt Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Eine bestimmte Platzierung kann deshalb niemand zusagen, auch nicht mit viel Pflege. Pflege sorgt dafür, dass Menschen, die Ihr Profil sehen, richtige Angaben finden und einen guten Eindruck bekommen.

Erste Schritte: Profil beanspruchen und bestätigen

Viele Betriebe haben bereits ein Profil, das Google oder Nutzer angelegt haben. Suchen Sie Ihren Betrieb in Google Maps und prüfen Sie, ob ein Eintrag existiert, bevor Sie einen zweiten anlegen. Für die Verwaltung verlangt Google eine Bestätigung, je nach Fall per Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video. Nutzen Sie dafür ein Konto, das der Betrieb dauerhaft kontrolliert, nicht das private Konto einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters, damit der Zugang bleibt, wenn jemand ausscheidet. Weitere Personen lassen sich als Verwalter eintragen.

Die Grunddaten

Kategorien

Die Hauptkategorie beschreibt, was Sie tun, etwa „Dachdecker“, „Zahnarzt“ oder „Reinigungsservice“. Wählen Sie sie so konkret wie möglich. Weitere Kategorien ergänzen Nebengeschäfte, sollten aber stimmen. Wer zehn Kategorien einträgt, um überall aufzutauchen, schafft eher Verwirrung. Die Auswahl gibt Google vor. Fehlt der genaue Begriff, nehmen Sie den nächstpassenden.

Öffnungszeiten, auch an Feiertagen

Die regulären Zeiten sind schnell eingetragen. Vergessen werden die Ausnahmen: Feiertage, Brückentage, Betriebsurlaub, die Tage zwischen den Jahren. Dafür gibt es Sonderöffnungszeiten. Tragen Sie sie einige Wochen vorher ein. Wer vor verschlossener Tür steht, obwohl Google „geöffnet“ anzeigt, schreibt gern eine Bewertung darüber. Betriebe, die zu den Kunden fahren, können statt einer Adresse ein Servicegebiet angeben und die Adresse ausblenden.

Name, Adresse und Telefon überall gleich

Name, Anschrift und Telefonnummer sollten überall gleich geschrieben sein: im Profil, auf der Website, im Impressum, in Branchenverzeichnissen, bei Apple Karten, Bing und in sozialen Netzwerken. Abweichungen in der Schreibweise oder eine alte Nummer bei einem Verzeichnis verwirren Kunden und die Dienste, die Daten abgleichen. Prüfen Sie diese Einträge einmal im Jahr und bei jedem Umzug oder Wechsel der Nummer sofort.

Fotos, Beiträge und Leistungen

Fotos

Echte Fotos vom Betrieb wirken besser als Bilder aus Archiven: Außenansicht und Eingang, damit man den Betrieb findet, Innenräume, Team, Arbeitsergebnisse. Logo und Titelbild haben eigene Felder. Neue Fotos zeigen außerdem, dass sich jemand um das Profil kümmert. Wer Menschen fotografiert, holt vorher deren Einverständnis ein. Fotos, die Kunden hochladen, lassen sich nicht verhindern, unpassende können Sie aber melden.

Beiträge

Beiträge sind kurze Mitteilungen mit Bild: eine neue Leistung, Betriebsferien, eine Aktion, ein fertiges Projekt. Sie müssen nicht wöchentlich erscheinen. Ein Beitrag alle paar Wochen, der etwas Konkretes mitteilt, ist besser als viele Füllbeiträge. Ein Link zur passenden Seite Ihrer Website gehört dazu, damit Interessenten die Details finden.

Produkte und Leistungen

Ist der Bereich für Leistungen oder Produkte verfügbar, tragen Sie dort ein, was Sie anbieten, jeweils mit kurzer Beschreibung und, wo es sich anbietet, einem Preis oder einem Ab-Preis. Nennen Sie nur Preise, die Sie auch halten. Auch hier gilt: lieber wenige echte Einträge als eine lange Liste, die Sie nicht aktuell halten.

Bewertungen und Fragen

Auf Bewertungen antworten

Antworten Sie auf Bewertungen, auch auf positive, kurz und persönlich. Ein knappes Dankeschön reicht. Es zeigt anderen Lesern, dass jemand hinschaut. Standardsätze, die bei jeder Bewertung gleich lauten, fallen schnell auf.

Mit negativen Bewertungen umgehen

Bei Kritik zuerst durchatmen und nicht im Ärger antworten. Danken Sie für die Rückmeldung, bleiben Sie sachlich, räumen Sie Fehler ein, wenn es welche gab, und bieten Sie ein Gespräch außerhalb von Google an, etwa mit einer Telefonnummer. Keine Vorwürfe und keine Details zum Auftrag. Die Antwort liest nicht nur der Verfasser, sondern jeder künftige Kunde, und ruhig geschriebene Antworten hinterlassen meist den besseren Eindruck als die Bewertung selbst. Ist eine Bewertung offensichtlich unwahr, etwa von jemandem, der nie Kunde war, können Sie sie bei Google melden.

Bewertungen sammeln, ohne zu tricksen

Bitten Sie Ihre Kunden persönlich um eine Bewertung, am besten direkt nach Abschluss, und geben Sie den Link zur Bewertungsseite weiter, den das Profil bereitstellt. Nach Googles Richtlinien sind Belohnungen für Bewertungen nicht erlaubt. Ebenso unzulässig ist es, nur gezielt zufriedene Kunden anzusprechen und unzufriedene zu übergehen.

Fragen von Kunden

Den Bereich, in dem Nutzer im Profil öffentlich Fragen zum Betrieb stellen konnten, stellt Google schrittweise ein. Darauf sollten Sie also nicht mehr setzen. Viele Fragen beantwortet schon ein vollständiges Profil mit Leistungen, Öffnungszeiten und Servicegebiet. Was darüber hinaus oft gefragt wird, etwa zu Parkplätzen, Zahlungsarten oder Wartezeiten, gehört auf Ihre Website, denn dort bestimmen Sie den Inhalt selbst.

Die Verbindung zur Website

Im Profil steht ein Link zur Website. Er sollte auf eine Seite führen, die zum Betrieb passt: bei einem Standort meist die Startseite, bei mehreren Standorten die jeweilige Seite. Gibt es ein Feld für Termine, verlinken Sie auf die Buchung. Umgekehrt gehören Öffnungszeiten, Anschrift und Telefonnummer auf die Website, und beide Quellen müssen übereinstimmen. Ändert sich etwas, wird es an beiden Stellen am selben Tag geändert.

Ein Pflegeplan, der in den Alltag passt

Das Profil braucht keinen festen Termin jeden Tag, aber einen Rhythmus, an den sich jemand im Betrieb hält:

  • Alle paar Wochen: neue Bewertungen beantworten, ein bis zwei neue Fotos hochladen, einen Beitrag schreiben, wenn es etwas zu berichten gibt
  • Vor Feiertagen und Betriebsferien: Sonderöffnungszeiten eintragen
  • Einmal im Jahr: Kategorien, Leistungen, Telefonnummer, Adresse und Website-Link prüfen, dazu die Einträge in anderen Verzeichnissen
  • Bei jeder Änderung im Betrieb, zum Beispiel Umzug oder neue Rufnummer: sofort im Profil nachziehen

Legen Sie eine Person fest, die dafür zuständig ist, und eine Vertretung. Ein Profil, das niemandem gehört, wird als Erstes vergessen.

Was Sie nicht tun sollten

  • Keine gekauften oder selbst geschriebenen Bewertungen, auch nicht von Mitarbeitenden, Angehörigen oder Bekannten. Das verstößt gegen die Richtlinien von Google, und gefälschte Bewertungen verbietet zudem das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
  • Keine Schlüsselwörter im Namen. Der Name ist der, den Kunden im Alltag sehen: auf dem Schild, auf dem Briefkopf, auf der Website. Zusätze mit Leistungen, Preisen oder Orten, die nicht zum Namen gehören, können zur Sperrung des Profils führen.
  • Keine falsche Anschrift, kein Briefkasten und kein gemietetes Büro als Standort, wenn dort niemand arbeitet.
  • Keine Rabatte oder Geschenke im Austausch gegen Bewertungen.
  • Keine Angaben, die nicht stimmen: veraltete Zeiten, Leistungen, die Sie nicht mehr anbieten, Fotos von fremden Arbeiten.

Wie die Website auf die Suche vorbereitet wird, in der Ihr Profil auftaucht, steht auf der Seite SEO. Dort geht es um Ziele und Vorgehen, nicht um versprochene Platzierungen.

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