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Google-Bewertungslink: finden, weitergeben und richtig einsetzen

Der Bewertungslink ist der kürzeste Weg vom zufriedenen Kunden zur Rezension. Wer ihn kennt, verschickt ihn ohne Umweg als Nachricht oder druckt ihn als QR-Code auf Rechnung und Aufsteller.

Kurz zusammengefasst

  • Den Link finden Sie im Google-Unternehmensprofil im Bereich für Bewertungen, wo er sich kopieren, teilen oder als QR-Code anzeigen lässt.
  • Ein QR-Code führt per Handykamera direkt zum Bewertungsfeld. Testen Sie ihn vor dem Druck.
  • Fragen Sie alle Kunden gleichermaßen. Auswählen, wer zufrieden wirkt, widerspricht den Richtlinien von Google.
  • Belohnungen für Bewertungen untersagt Google, und gefälschte Bewertungen verbietet seit dem 28.05.2022 auch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb ausdrücklich.
  • Antworten Sie kurz und persönlich auf Bewertungen, auf positive wie auf kritische.

Den Bewertungslink finden

Voraussetzung ist, dass Sie das Unternehmensprofil Ihres Betriebs verwalten dürfen. Melden Sie sich bei Google mit dem Konto an, das dem Profil zugeordnet ist, und rufen Sie das Profil auf, etwa über die Suche nach Ihrem Betriebsnamen. Dort gibt es einen Bereich für Bewertungen mit einer Möglichkeit, Bewertungen einzuholen. Google zeigt dann einen Kurzlink an, den Sie kopieren oder direkt per Nachricht senden können, oft zusammen mit einem QR-Code. Die Bezeichnungen der Menüpunkte ändern sich gelegentlich, suchen Sie deshalb nach den Stichworten „Bewertungen“ und „Teilen“.

Testen Sie den Link, bevor Sie ihn verwenden. Öffnen Sie ihn auf dem Smartphone. Er sollte direkt das Feld zum Schreiben einer Bewertung zeigen, und zwar für den richtigen Standort. Betriebe mit mehreren Standorten brauchen je Standort einen eigenen Link. Bedenken Sie außerdem, dass Kunden ein Google-Konto brauchen, um zu bewerten. Wer keines hat, schreibt deshalb meist nichts.

Der QR-Code zum Link

Ein QR-Code erspart das Abtippen. Der Kunde richtet die Handykamera darauf und landet auf der Bewertungsseite. Für den Druck sind ein paar Dinge wichtig: dunkle Punkte auf hellem Grund, ein ruhiger heller Rand um den Code, eine Größe, die sich auch aus kurzem Abstand scannen lässt, und möglichst eine Vektordatei, damit nichts verwaschen wird. Probieren Sie den Ausdruck mit mindestens zwei verschiedenen Handys aus, bevor Sie eine große Auflage drucken lassen.

Achten Sie darauf, einen statischen Code zu verwenden. Er enthält Ihren Link direkt und funktioniert dauerhaft. Bei sogenannten dynamischen Codes läuft die Weiterleitung über den Server eines Anbieters, der dafür teils ein Abonnement verlangt, und der Code wird wertlos, wenn das endet.

Wo der Link und der Code hinpassen

  • Auf Rechnung, Quittung oder Auftragsbestätigung, wo der Kunde ohnehin noch einmal hinschaut
  • In der E-Mail-Signatur und in der Nachricht nach Abschluss, etwa nach der Abnahme eines Auftrags
  • Auf einem Aufsteller an Theke, Empfang oder Spiegel, den Kunden mit dem eigenen Handy scannen
  • In der Mappe mit der Rechnung im Restaurant oder auf der Visitenkarte
  • Auf der Kontaktseite und in der Fußzeile der Website

Der beste Zeitpunkt ist kurz nach einem gelungenen Abschluss, wenn der Eindruck frisch ist. Ein Handwerksbetrieb schickt nach der Abnahme eine kurze Nachricht: „Danke für Ihren Auftrag. Wenn alles gepasst hat, ist eine kurze Bewertung eine große Hilfe.“ Danach folgt der Link. Eine Reinigungsfirma kann dasselbe an die Abschluss-E-Mail hängen.

Googles Regeln für Bewertungen

Um Bewertungen bitten dürfen Sie, Google zieht dabei aber klare Grenzen. Die Richtlinien werden gelegentlich angepasst, im Kern gilt:

  • Die Bitte geht an jeden Kunden, unabhängig davon, wie zufrieden er wirkt. Unzufriedene vorher auszusortieren, ist nicht erlaubt.
  • Für eine Bewertung gibt es keine Gegenleistung, also keinen Rabatt, kein Geschenk und keine Teilnahme an einem Gewinnspiel.
  • Wer für den Betrieb arbeitet, mit dem Inhaber verwandt ist oder geschäftlich mit ihm verbunden ist, bewertet ihn nicht.
  • Gekaufte Bewertungen und Dienstleister, die Bewertungen liefern, sind tabu.

Bei Verstößen kann Google einzelne Rezensionen löschen und das Profil mit Einschränkungen belegen. Am einfachsten halten Sie sich daran, wenn jeder Kunde dieselbe Bitte mit demselben Link erhält, unabhängig davon, wie der Auftrag verlief.

Gefälschte Bewertungen und das UWG

Seit dem 28.05.2022 enthält das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ausdrückliche Regeln zu Verbraucherbewertungen. Unlauter ist danach unter anderem, gefälschte Bewertungen abzugeben oder in Auftrag zu geben, Bewertungen irreführend darzustellen und zu behaupten, Bewertungen stammten von echten Kunden, ohne das mit angemessenen Mitteln zu prüfen. Wer Bewertungen auf der eigenen Website zeigt, muss nach § 5b UWG außerdem darüber informieren, ob und wie er sicherstellt, dass sie von Kunden stammen, die die Leistung tatsächlich genutzt haben. Wettbewerber und Verbände können Verstöße abmahnen.

Für den Alltag heißt das: keine selbst geschriebenen Bewertungen, auch nicht im Namen von Bekannten, und keine Agentur, die Bewertungen verspricht. Diese Hinweise sind eine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung, bei Fragen zur Werbung mit Bewertungen hilft eine Anwältin oder ein Anwalt für Wettbewerbsrecht.

Auf Bewertungen antworten

Antworten sind öffentlich und werden von künftigen Kunden mitgelesen. Danken Sie bei positiven Bewertungen kurz und persönlich, ohne Textbausteine, die bei jeder Rezension gleich lauten. Bei Kritik antworten Sie sachlich, räumen berechtigte Fehler ein und bieten ein Gespräch außerhalb von Google an, etwa mit einer Telefonnummer. Nennen Sie keine Details zum Auftrag und keine Namen. Das gilt in Heilberufen besonders streng, wo die Schweigepflicht auch bei Bewertungen gilt. Offensichtlich erfundene Bewertungen können Sie bei Google melden. Mehr zur Pflege des gesamten Profils steht im Beitrag Google-Unternehmensprofil pflegen.

Lesen Sie Bewertungen auch als Rückmeldung für den Betrieb. Nennen mehrere Kunden dieselbe Wartezeit am Telefon, dieselbe Unklarheit auf der Rechnung oder denselben Mangel, ist das ein Hinweis, den Sie im Alltag auswerten können. Ein Friseursalon, der wiederholt auf Wartezeiten angesprochen wird, kann die Terminplanung anpassen und das in der Antwort kurz erwähnen.

Nach Googles Angaben fließen Anzahl und Bewertung der Rezensionen in die lokale Suche ein. Eine bestimmte Platzierung folgt daraus nicht, und viele Sterne gleichen ein lückenhaftes Profil nicht aus.

Link in einen Code verwandeln

Der kostenlose QR-Code-Generator für Google-Bewertungen macht aus Ihrem Bewertungslink einen statischen Code. Sie können Farben wählen und eine kurze Zeile unter den Code setzen, etwa „Jetzt bei Google bewerten“. Das Werkzeug warnt, wenn die Adresse nicht nach einem Google-Link aussieht, wenn der Code heller als der Hintergrund ist oder der Kontrast schwach ausfällt. Herunterladen lässt sich der Code als PNG oder als SVG für den Druck, außerdem gibt es eine Druckansicht. Alles passiert in Ihrem Browser, der Link wird nicht an bemuar.com übertragen.

Wie Bemuar bei der Sichtbarkeit in der Suche vorgeht, steht unter SEO, ohne Zusage bestimmter Platzierungen.

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