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XML-Sitemap: die Seitenliste, die Suchmaschinen beim Finden hilft

Eine Sitemap listet die Seiten auf, die Google kennen soll. Für kleine Websites ist sie schnell eingerichtet und hilft vor allem dann, wenn neue Seiten noch kaum verlinkt sind.

Kurz zusammengefasst

  • Eine XML-Sitemap ist eine Datei, die die Adressen Ihrer Seiten auflistet, meist unter /sitemap.xml.
  • Sie hilft Suchmaschinen beim Finden von Seiten, garantiert aber weder die Aufnahme in den Index noch eine Platzierung.
  • Die Adresse der Sitemap gehört in die robots.txt und wird in der Search Console eingereicht.
  • Das Datum lastmod sollte nur geändert werden, wenn sich der Inhalt der Seite tatsächlich geändert hat.

Wozu eine Sitemap gut ist

Suchmaschinen finden Seiten vor allem über Links. Bei kleinen oder neuen Websites fehlen diese Links oft: Eine neue Leistungsseite ist nur von einer einzigen Unterseite aus erreichbar oder gar nicht verlinkt. Die Sitemap ist eine Liste, die Sie Google geben und die sagt: Das sind meine Seiten. Besonders nützlich ist sie bei neuen Websites, nach einem Relaunch und bei Seiten mit wenigen eingehenden Links.

Bei einer kleinen Firmenwebsite findet Google vieles auch über die Navigation. Die Sitemap bleibt trotzdem eine einfache Absicherung. Sie ist allerdings ein Hinweis und kein Befehl. Google entscheidet selbst, was es abruft und aufnimmt. Eine Seite in der Sitemap ist deshalb nicht automatisch im Index.

So ist eine Sitemap aufgebaut

Eine Sitemap ist eine XML-Datei mit einem Eintrag je Seite. Jeder Eintrag enthält mindestens die Adresse im Element loc und kann das Datum der letzten Änderung in lastmod enthalten. Eine vollständige Sitemap mit einem einzigen Eintrag sieht so aus, weitere Seiten folgen als weitere url-Blöcke:

  • <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
  • <urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
  • <url>
  • <loc>https://www.beispiel.de/leistungen/</loc>
  • <lastmod>2026-10-12</lastmod>
  • </url>
  • </urlset>

Die Datei heißt meist sitemap.xml und liegt im Hauptverzeichnis. Viele Redaktionssysteme, Baukästen und SEO-Plugins erzeugen sie automatisch. Eine einzelne Sitemap darf höchstens 50.000 Adressen enthalten und unkomprimiert nicht größer als 50 MB sein. Größere Websites verteilen die Einträge deshalb auf mehrere Dateien und fassen sie in einer Index-Sitemap zusammen. Manche Systeme arbeiten auch bei wenigen Seiten von sich aus mit einer Index-Sitemap.

Was hineingehört und was nicht

In die Sitemap gehören Seiten, die in der Suche erscheinen sollen und ohne Fehler erreichbar sind, jeweils nur mit der bevorzugten Adresse. Bei einem Restaurant wären das etwa Startseite, Speisekarte, Reservierung, Kontakt und Impressum. Die gewählte Schreibweise der Domain sollte zu den Angaben im Canonical-Tag passen.

Nicht in die Sitemap gehören:

  • Seiten mit noindex, denn die Angabe widerspricht der Aufnahme in die Liste
  • Adressen, die weiterleiten oder einen Fehler wie 404 liefern
  • Seiten, die per robots.txt gesperrt sind
  • Varianten mit Parametern, Testseiten und Dankeseiten nach einer Anfrage

Die Hintergründe stehen im Beitrag zu noindex und robots.txt. Eine saubere Sitemap enthält genau die Seiten, die Sie auch wirklich in der Suche sehen möchten.

Sitemap bei Baukasten und WordPress

Wer sein System nicht selbst programmiert hat, muss die Sitemap oft gar nicht von Hand bauen. WordPress liefert seit Version 5.5 eine eigene Sitemap mit, erreichbar unter /wp-sitemap.xml. Gängige SEO-Plugins schalten sie meist ab und erzeugen eine eigene unter anderem Namen. Klappt das nicht, liegen zwei Sitemaps nebeneinander, was unnötig ist und verwirrt. Reichen Sie nur eine ein, am besten die, deren Einstellungen Sie kennen, und prüfen Sie, ob dort die richtigen Seiten stehen. Bei Baukästen finden Sie meist einen Schalter in den SEO-Einstellungen und die Adresse der erzeugten Datei.

Die Sitemap in der robots.txt nennen

Damit auch Suchmaschinen, bei denen Sie nichts einreichen, die Sitemap finden, nennen Sie ihre Adresse in der robots.txt. Die Zeile beginnt mit „Sitemap:“, gefolgt von der vollständigen Adresse, zum Beispiel https://www.beispiel.de/sitemap.xml. Sie gilt unabhängig von den User-agent-Gruppen und kann an beliebiger Stelle in der Datei stehen. Mehrere Sitemaps bekommen je eine eigene Zeile.

In der Search Console einreichen

In der kostenlosen Search Console von Google finden Sie, sobald die Inhaberschaft der Website bestätigt ist, im Menü den Bereich „Sitemaps“. Dort tragen Sie den Pfad der Datei ein, bei sitemap.xml also nur diesen Dateinamen hinter der Domain, und senden ihn ab. Danach zeigt der Bericht den Status, das Datum des letzten Lesens und eventuelle Fehlermeldungen.

Der Status „Erfolgreich“ bedeutet nur, dass Google die Datei lesen konnte. Er sagt nichts darüber, ob die Seiten aufgenommen wurden. Vergleichen Sie deshalb die Zahl der gefundenen Seiten mit der Zahl der Seiten, die Ihre Website tatsächlich hat. Weicht sie stark ab, fehlen Seiten oder es stecken unerwünschte Varianten in der Liste. Das Einreichen ist einmalig. Google ruft die Sitemap danach selbst wieder ab, bei jeder Änderung müssen Sie sie nicht neu senden.

lastmod richtig nutzen

Das Datum lastmod gibt an, wann der Inhalt einer Seite zuletzt geändert wurde. Google nutzt die Angabe, um zu entscheiden, welche Seiten es erneut abruft, nach eigenen Angaben aber nur, wenn sie durchgehend und nachprüfbar stimmt. Trägt ein System bei jeder Erzeugung der Sitemap das heutige Datum für alle Seiten ein, ist die Angabe nicht verlässlich, und Google kann sie außer Acht lassen.

Ändern Sie das Datum daher nur bei echten inhaltlichen Änderungen: neuer Text, geänderte Preise, ausgetauschte Bilder. Kleine technische Anpassungen, etwa in der Fußzeile, zählen nicht. Die Angaben priority und changefreq wertet Google nach eigenen Angaben nicht aus. Sie können weggelassen werden.

Häufige Fehler

  • Die Sitemap enthält Testadressen oder die Adressen einer alten Domain nach einem Umzug.
  • Sie listet Adressen mit http auf, obwohl die Website auf https läuft.
  • Die Datei ist fehlerhaft, etwa durch ein ungültiges Sonderzeichen, und die Search Console meldet einen Fehler.
  • Sie wird nicht gepflegt: Neue Seiten fehlen, gelöschte Seiten stehen noch drin.
  • Nach einem Relaunch liegt weiterhin die Sitemap der alten Website auf dem Server.
  • Die Sitemap selbst ist durch einen Passwortschutz oder die robots.txt gesperrt.

Prüfen und einrichten

Der kostenlose SEO-Check ruft neben der eingegebenen Seite auch die robots.txt und die Sitemap der Website ab. Er nimmt die erste Sitemap, die in der robots.txt genannt ist, sonst die Adresse /sitemap.xml, prüft, ob die Datei ein urlset- oder sitemapindex-Element enthält, und zählt die Einträge. Bei einer Index-Sitemap sind das die Teildateien, nicht die Seiten. Liegt die Sitemap an anderer Stelle und fehlt der Verweis in der robots.txt, meldet der Test sie als nicht gefunden. Ob die richtigen Seiten in der Datei stehen und ob lastmod stimmt, bewertet er nicht. Er arbeitet ohne Anmeldung und speichert keine Adressen.

Wer die technischen Grundlagen für die Auffindbarkeit nicht selbst einrichten möchte, findet bei Bemuar Technology unter SEO mehr zum Vorgehen.

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