Link-Vorschau prüfen: Open Graph für WhatsApp, Facebook und LinkedIn
Wird ein Link zu Ihrer Website in WhatsApp, Facebook oder LinkedIn geteilt, erscheint eine Vorschau mit Titel, Text und Bild. Der Link-Vorschau-Check liest die Open-Graph-Angaben einer Seite aus, zeigt eine Vorschaukarte und nennt, was fehlt. Dafür brauchen Sie weder ein Konto noch Geld, und die eingegebene Adresse wird nicht gespeichert.
Was der Check ausliest und wo seine Grenzen liegen
Woher die Link-Vorschau kommt
Beim Teilen ruft die App die Seite ab und liest einige meta-Angaben aus dem Kopfbereich, vor allem og:title, og:description und og:image. Fehlen sie, nimmt die App, was sie findet: mal den Seitentitel, mal ein beliebiges Bild, mal nur die Adresse. Der Check ruft die Seite auf ähnliche Weise einmal vom Server von bemuar.com ab und liest den ausgelieferten Quelltext dieser einen Seite, ohne JavaScript auszuführen. Im Ergebnis ist der Bereich Link-Vorschau zuerst geöffnet, die übrigen fünf Bereiche stehen zugeklappt darunter. Was die einzelnen Angaben bedeuten und wie sich die Plattformen unterscheiden, erklärt Open Graph.
Was der Check ausliest und bewertet
Gelesen werden og:title, og:description, og:image, og:url, og:site_name und twitter:card. Bewertet werden davon die ersten drei: Sind Titel, Beschreibung und Bild vorhanden, gilt die Link-Vorschau als vollständig. Fehlt eine davon, gibt es einen Hinweis, der die fehlende Angabe beim Namen nennt. og:url und og:site_name fließen nicht in die Bewertung ein, der Seitenname erscheint aber in der Vorschaukarte. Ob Titel und Text gut formuliert sind, ob das Bild zum Inhalt passt oder ob weitere Angaben wie og:type gesetzt sind, prüft der Check nicht.
Die Vorschaukarte im Ergebnis
Unter dem Befund zeigt der Check eine Karte, so ungefähr, wie ein Link beim Teilen erscheint. Oben steht og:site_name, ersatzweise die Domain, beides in Großbuchstaben. Darunter folgt der Titel aus og:title. Fehlt er, nimmt die Karte den Seitentitel, fehlt auch der, steht dort „(kein Titel)“. Für den Text gilt dasselbe mit og:description und der Meta-Description. Das Bild lädt Ihr eigener Browser direkt von Ihrer Website. Lässt es sich nicht laden, verschwindet es aus der Karte, ein deutliches Zeichen, die Bildadresse zu prüfen. Wie die Vorschau in einer bestimmten App genau aussieht, entscheidet die App selbst.
Wo die Karte großzügiger ist als manche App
Zwei Dinge macht die Karte nachsichtiger als manche Plattform. Erstens rechnet der Check eine relative Bildadresse wie /bilder/vorschau.jpg in eine vollständige um. Die Karte zeigt das Bild dann, eine App unter Umständen nicht. Sehen Sie deshalb im Quelltext nach, ob og:image mit https:// beginnt. Zweitens weicht die Karte bei fehlenden Angaben auf Seitentitel und Meta-Description aus. Nicht jede App tut das, manche zeigen dann nur die nackte Adresse. Eine gut gefüllte Karte neben einem Hinweis heißt also: Die Ersatzwerte springen ein, die eigentlichen Open-Graph-Angaben fehlen trotzdem.
og:image: was der Check am Bild nicht prüft
Der Check liest nur die Adresse des Bildes. Wie groß die Datei ist, welche Maße sie hat und ob die Abrufprogramme von Facebook oder WhatsApp sie erreichen, prüft er nicht. Gängiger Richtwert ist ein Querformat von 1200 x 630 Pixeln, wichtige Inhalte gehören in die Mitte, weil Apps unterschiedlich zuschneiden. Blockiert eine Firewall oder ein Schutz-Plugin fremde Abrufe, bleibt die Vorschau in der App leer, obwohl die Karte im Check ein Bild zeigt, denn dort lädt es Ihr eigener Browser. Ein Foto aus dem Betrieb wirkt in einem Chat meist stärker als ein Logo auf weißem Grund.
Punktzahl der Link-Vorschau
In diesem Bereich zählen nur zwei Zeilen. Die Open-Graph-Zeile ist in Ordnung oder ein Hinweis. Die Zeile zu twitter:card ist in Ordnung, wenn die Angabe vorhanden ist, sonst nur eine Info, weil X ohne sie meist auf Open Graph zurückgreift. Daraus ergeben sich wenige mögliche Werte: 100 Punkte bei vollständigen Open-Graph-Angaben, 75 bei unvollständigen Angaben mit twitter:card, 50 bei unvollständigen Angaben ohne twitter:card. Die Gewichtung ist eine einfache eigene Regel von Bemuar. Wer auf X ein großes Bild statt eines kleinen möchte, setzt twitter:card auf summary_large_image.
Titel und Text für das Teilen schreiben
Der Open-Graph-Titel darf anders lauten als der Seitentitel für Google. In einem Chat ist wenig Platz, und wer den Link bekommt, kennt den Absender meist. Ein Friseursalon schreibt besser „Haarschnitt und Farbe, Termin online buchen“ als „Willkommen“, ein Handwerksbetrieb nennt die Leistung und den nächsten Schritt für Kunden. Die Beschreibung ergänzt einen Satz, der auf dem Handy mit einem Blick verständlich ist, statt den Titel zu wiederholen. Seitentitel und Meta-Description für die Google-Suche prüft der SEO-Check, ihre Breite in Pixeln misst der Snippet-Generator.
Nach der Korrektur: neu prüfen, Plattform-Cache beachten
Der Check liest die Seite bei jeder Prüfung neu und zeigt deshalb sofort den geänderten Stand. Facebook, LinkedIn und WhatsApp speichern Vorschauen dagegen zwischen und zeigen oft noch eine Weile die alte Fassung, bereits verschickte Nachrichten ändern sich ohnehin nicht. Mit welchen Werkzeugen die Plattformen eine Seite neu einlesen, steht auf der Wissensseite zu Open Graph. Am meisten Arbeit spart, wer die Angaben einmal zentral in der Vorlage einrichtet, sodass jede neue Seite automatisch Titel, Text und Bild bekommt. Bei einem Neubau gehört das dazu, siehe Webdesign.
Grenzen des Checks
Der Check simuliert keine bestimmte App. Angaben, die erst ein Skript in die Seite schreibt, sieht er nicht, und die Abrufprogramme der Plattformen meist ebenso wenig. Liegt die Seite hinter einem Passwortschutz oder antwortet sie mit einem Fehler, wertet er nur die Fehlerseite aus. Geprüft wird immer nur die eingegebene Adresse. Hat jede Unterseite eigene Angaben, prüfen Sie die wichtigsten einzeln. Das Limit liegt bei 20 Prüfungen je Besucher und Stunde.
Häufige Fragen
Was ist ein Open Graph Tester?
Ein Werkzeug, das die Open-Graph-Angaben einer Seite ausliest, also Titel, Beschreibung und Bild für die Vorschau beim Teilen, und zeigt, was fehlt. Der Link-Vorschau-Check von Bemuar tut das kostenlos, ohne Anmeldung und ohne die eingegebene Adresse zu speichern.
Warum zeigt WhatsApp kein Bild bei meinem Link?
Meist fehlt og:image, die Bildadresse ist unvollständig, die Datei ist zu groß oder für fremde Abrufe gesperrt, oder WhatsApp zeigt noch eine zwischengespeicherte alte Fassung. Prüfen Sie im Check, ob og:image gesetzt ist, und öffnen Sie die Bildadresse in einem privaten Browserfenster.
Warum zeigt der Check ein Bild, Facebook aber nicht?
Die Karte im Check lädt das Bild über Ihren Browser und macht relative Adressen vollständig. Facebook ruft das Bild selbst ab, scheitert womöglich an einer Firewall oder einer relativen Adresse und zeigt außerdem oft eine ältere, zwischengespeicherte Fassung. Mit dem Sharing Debugger lässt sich die Seite dort neu einlesen.
Wie ändere ich das Vorschaubild meiner Website?
Das Bild steht im Kopfbereich der Seite als og:image. In Baukästen und SEO-Plugins gibt es dafür ein Feld, meist unter „Social Media“ oder „Teilen“. Nach der Änderung zeigt der Check sofort den neuen Stand, die Plattformen erst, wenn sie die Seite neu einlesen.
Muss jede Unterseite ein eigenes Vorschaubild haben?
Nein. Ein Foto des Betriebs als Standard für alle Seiten ist ein guter Anfang. Für Seiten, die oft geteilt werden, etwa Angebote, Leistungen oder Stellenanzeigen, lohnt ein eigenes Bild, weil die Vorschau dann zum Inhalt des Links passt.
Ist die Link-Vorschau wichtig für Google?
Open Graph ist für das Teilen in Netzwerken und Messengern gedacht, nicht für die Google-Suche. Dort zählen Seitentitel und Meta-Description. Eine ansprechende Vorschau sorgt aber dafür, dass geteilte Links eher angeklickt werden.
Prüft der Check auch Instagram oder TikTok?
Er liest die Open-Graph-Angaben, auf die sich viele Netzwerke und Messenger stützen, simuliert aber keine einzelne App. Wie ein Link in Instagram oder TikTok erscheint und ob dort überhaupt eine Vorschau entsteht, bestimmt die jeweilige App.
Kontakt
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