Interne Links: wie Sie die Seiten Ihrer Website sinnvoll verbinden
Interne Links führen Besucher und Suchmaschinen von einer Seite Ihrer Website zur nächsten. Sie kosten nichts, und oft genügen wenige gezielte Änderungen, um sie zu verbessern.
Kurz zusammengefasst
- Interne Links stehen in der Navigation, im Text, in der Fußzeile und in Breadcrumbs.
- Linktexte sollten sagen, was den Leser erwartet, statt „hier“ oder „mehr“ zu schreiben.
- Jede wichtige Seite sollte von mindestens einer anderen Seite verlinkt sein. Seiten ohne eingehenden Link heißen Waisenseiten.
- Wichtige Seiten sollten mit wenigen Klicks von der Startseite erreichbar sein.
Wozu interne Links dienen
Für Besucher beantworten sie die Frage, wohin es als Nächstes geht. Für Suchmaschinen sind sie der Weg, auf dem Seiten gefunden werden. Aus der Struktur der Links und aus den Linktexten leitet Google ab, wie die Seiten zusammenhängen und worum es auf dem Ziel geht. Welche Seiten Sie häufig und gut sichtbar verlinken, kann außerdem signalisieren, welche Ihnen wichtig sind.
Navigation
Das Hauptmenü verbindet die wichtigsten Bereiche der Website. Gut sind wenige, verständliche Bezeichnungen: bei einer Praxis etwa Leistungen, Team, Termin und Kontakt, bei einem Handwerksbetrieb Leistungen, Referenzen und Kontakt, bei einem Restaurant Speisekarte, Reservierung und Anfahrt. Nicht alles gehört ins Menü. Impressum, Datenschutz und weitere Pflichtangaben stehen in der Fußzeile.
Technisch müssen Links echte Links sein, also mit einer Zieladresse im Quelltext. Suchmaschinen folgen solchen Links. Ein Menü, das nur über Skripte funktioniert, ohne dass hinter dem Eintrag eine Adresse steht, sehen sie unter Umständen nicht. Das Menü sollte außerdem auf dem Smartphone und ohne Maus bedienbar sein.
Links im Text
Die besten internen Links stehen dort, wo Leser die nächste Frage haben. Die Seite eines Friseursalons zur Preisliste verweist auf die Terminbuchung. Die Seite eines Sanitärbetriebs zur Badsanierung verlinkt ein passendes Referenzbeispiel und die Anfrage für ein Angebot. Beim Restaurant führt der Absatz zum Mittagstisch zur Speisekarte und zur Reservierung. Eine Praxis verlinkt von der Beschreibung der Kinderbehandlung auf die Seite zur Terminvereinbarung.
Setzen Sie Links dort, wo sie nützen, und nicht, um eine Zahl zu erreichen. Ein Absatz mit dreißig Links ist unlesbar. Ein oder zwei gut gewählte Verweise pro Abschnitt reichen.
Sprechende Linktexte statt „hier“
Der Linktext ist der sichtbare, anklickbare Text. Wörter wie „hier klicken“, „mehr“ oder „weiterlesen“ sagen nichts über das Ziel. Suchmaschinen werten den Linktext als Hinweis auf den Inhalt der Zielseite. Für Menschen mit Screenreader ist er besonders wichtig, denn sie lassen sich oft eine Liste aller Links der Seite vorlesen. Zehnmal „Mehr erfahren“ nacheinander ist darin nutzlos. Die Web Content Accessibility Guidelines verlangen deshalb, dass der Zweck eines Links aus dem Linktext oder seinem Umfeld hervorgeht (Erfolgskriterium 2.4.4).
- Schwach: „Alle Preise finden Sie hier.“ Besser: „Preisliste für Schnitt, Farbe und Pflege“.
- Schwach: „Mehr erfahren“. Besser: „Ablauf einer Badsanierung“.
- Schwach: „Hier geht es zur Anmeldung.“ Besser: „Termin online vereinbaren“.
Verwenden Sie für dasselbe Ziel möglichst denselben Linktext und für verschiedene Ziele verschiedene Texte. So bleibt klar, wohin ein Link führt.
Waisenseiten finden und vermeiden
Eine Waisenseite ist eine Seite, auf die kein einziger interner Link zeigt. Besucher erreichen sie nur über einen direkten Link, und Suchmaschinen finden sie, wenn überhaupt, nur über die Sitemap oder über Links von anderen Websites. Solche Seiten entstehen oft nach einem Umbau, bei Aktionsseiten, die aus dem Menü genommen wurden, und bei Seiten, die ein Plugin oder ein Baukasten automatisch anlegt.
Finden lassen sie sich, indem Sie die Liste aller Seiten, etwa aus der XML-Sitemap, mit den tatsächlich verlinkten Seiten vergleichen. Crawling-Programme, die einer Website Link für Link folgen, finden Waisenseiten von sich aus nicht. Manche gleichen ihre Ergebnisse aber mit der Sitemap ab und listen dann die Seiten auf, die nirgends verlinkt sind. Bei einer kleinen Website genügt es, Seite für Seite durch Menü und Fußzeile zu gehen. Für jede Waisenseite gibt es zwei Möglichkeiten: Sie bekommt einen sinnvollen Link, oder sie wird gelöscht beziehungsweise weitergeleitet, wenn sie nicht mehr gebraucht wird.
Breadcrumbs
Ein Brotkrumenpfad zeigt, wo eine Seite in der Website liegt, zum Beispiel „Start, Leistungen, Badsanierung“. Besuchern hilft er beim Zurückgehen, Suchmaschinen beim Verständnis der Struktur. Sinnvoll ist er bei Websites mit mehreren Ebenen. Bei einer Website mit nur wenigen Unterseiten ist er meist überflüssig.
Technisch ist ein Brotkrumenpfad eine Liste von Links. Er kann zusätzlich als strukturierte Daten ausgezeichnet werden, was der Beitrag zu strukturierten Daten kurz erklärt. Der Pfad zeigt die Ebenen der Website und nicht den Weg, den ein Besucher genommen hat.
Wie tief liegen die Seiten?
Wichtige Seiten wie Leistungen und Kontakt sollten wenige Klicks von der Startseite entfernt sein, am besten direkt aus dem Menü erreichbar. Je tiefer eine Seite versteckt liegt, desto seltener erreichen sie Besucher und Suchmaschinen. Eine übersichtliche Gliederung mit klaren Überschriften auf den Seiten unterstützt diese Struktur.
Neue Seiten von Anfang an einbinden
Wer eine neue Seite veröffentlicht, sollte vorher klären, von wo aus sie erreichbar sein soll. Das spart später die Suche nach Waisenseiten. Als kurze Prüfliste genügen drei Fragen:
- Von welcher bestehenden Seite aus führt ein Link auf die neue Seite, und wo steht er im Text?
- Gehört die neue Seite ins Menü, in die Fußzeile oder nur in einen Verweis auf einer thematisch verwandten Seite?
- Auf welche bestehenden Seiten verweist die neue Seite ihrerseits, damit Besucher weiterkommen?
Ein Salon, der eine neue Leistung wie Haarverlängerung aufnimmt, ergänzt zum Beispiel die Preisliste um einen Verweis und fügt auf der neuen Seite einen Link zur Terminbuchung ein.
Defekte Links und Weiterleitungen
- Links auf gelöschte Seiten führen zur Fehlerseite (404). Prüfen Sie nach Änderungen alle Links auf die betroffene Adresse.
- Nach einem Umzug oder Relaunch sollten alte Adressen auf die neuen weiterleiten. Interne Links setzen Sie am besten direkt auf die neue Adresse.
- Vermeiden Sie Ketten, bei denen eine Weiterleitung auf die nächste führt.
- Klicken Sie gelegentlich selbst durch die Website. Ein gebrochener Link in der Navigation fällt Besuchern sofort auf.
Prüfen und pflegen
Der kostenlose SEO-Check zählt auf der eingegebenen Seite die internen und externen Links und gibt einen Hinweis, wenn weniger als drei interne Links im Quelltext stehen. Im Bereich Barrierefreiheit meldet er Links ohne erkennbaren Text, etwa ein Symbol ohne Beschriftung, und Links, deren ganzer Text nur „hier“, „mehr“, „weiter“ oder „mehr erfahren“ lautet. Ob die Ziele erreichbar sind, prüft er nicht. Weil er nur diese eine Seite abruft, findet er auch keine Waisenseiten. Den Durchgang durch die gesamte Linkstruktur machen Sie wie oben beschrieben selbst. Für den Test brauchen Sie kein Konto, Adresse und Ergebnis werden nicht gespeichert.
Neue Seiten oder geänderte Links tragen Sie bei einer Website von Bemuar nicht selbst ein: Sie schicken die Änderung per E-Mail oder WhatsApp, Bemuar setzt sie um. Mehr dazu steht unter Website-Pflege.
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